Die Bausteine der "Sozialen Stadt"

Baustein 1: Nachbarschaft/Integration

Aktivierung und Verbesserung der Chancengleichheit der Bewohner/-innen, Verbesserung der Bürgermitwirkung und des Stadtteillebens durch

  • Einrichtung eines Quartiersmanagements,
  • Förderung selbsttragender Bewohnerorganisationen und stabiler nachbarschaftlicher sozialer Netze,
  • Förderung von bürgerschaftlichem Engagement durch Beteiligung und Mitbestimmung an Maßnahmen, die zur Wohngebietsidentität beitragen,
  • Förderung von Gemeinweseninitiativen, Selbsthilfeprojekten,
  • Frauenprojekte und Vereinsarbeit.

Baustein 2: Bildung/ Arbeit

Stärkung der lokalen Wirtschaft, Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie Beschäftigungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene, Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der Bewohner/-innen durch

  • Einbindung des Quartiers in die gesamtstädtische Ökonomie,
  • zielgruppennahe Beratung von Existenzgründern und lokalen Initiativen, besonders im Bereich Dienstleistung und Handwerk,
  • Förderung lokaler Beschäftigung und Qualifizierung, insbesondere durch Mitwirkung an den Erneuerungsmaßnahmen im Gebiet,
  • Entwicklung lokaler Beschäftigungsprojekte im Bereich der Nachbarschaftsdienste,
  • Einrichtung lokaler Qualifizierungs- und Arbeitsmarktagenturen.

Baustein 3: Soziales/Kultur

Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens im Quartier durch

  • Ergänzung der sozialen Infrastruktur durch Bereitstellung von Gemeinschaftseinrichtungen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, wie internationale Begegnungsstätten, Freizeithäuser, kulturelle Projekte, Sporteinrichtungen, Gesundheitszentren,
  • Einrichtung von spezifischen Beratungs- und Dienstleistungsangeboten, insbesondere für spezielle Zielgruppen wie Zuwanderer, Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer, ältere Menschen,
  • Förderung des Konzeptes „Quartiersschule“ durch Öffnung der Schulen zur Lebenswelt der Bevölkerung und durch Ausbau zielgruppengerechter Bildungsangebote.

Baustein 4: Wohnumfeld/Image

Städtebauliche Stabilisierung und Entwicklung des Stadtteils durch

  • Stärkung einer identitätsstiftenden städtebaulichen Struktur,
  • Erhöhung der Nutzungsvielfalt und des Angebots an Dienstleistungen,
  • Herausbildung von Quartierszentren als Kristallisationspunkte für das öffentliche Leben,
  • Stabilisierung der Sicherheit im Gebiet, insbesondere im öffentlichen Raum,
  • Neu- und Umgestaltung von Spielplätzen, Straßenräumen, Parkanlagen und Treffpunkten,
  • Neugestaltung und Mehrfachnutzungen von Schulhöfen,
  • begrünte Höfe, Mietergärten, Vorgärten, grüne Wände und Dächer,
  • Neuordnung von Müllplätzen,
  • barrierefreie Wegeführung, Sicherung von Fuß- und Radwegen,
  • Verbesserung der Beleuchtung im öffentlichen Raum.

Baustein 5: Wohnen/Bewirtschaftung

Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen durch bauliche und wohnungspolitische Maßnahmen durch

  • sozialverträgliche Wohnungsbelegung,
  • Unterstützung aktiver Nachbarschaften,
  • Umnutzung von Erdgeschossbereichen für kleinere gewerbliche Betriebe,
  • Stärkung der Mieter/-innen bei der Identifizierung mit der Wohnung und dem Wohnumfeld,
  • individuelle Umgestaltung der Fassaden, Erdgeschosszonen und Zugangsbereiche bis hin zur Betreuung von Hauseingängen durch Pförtner.