Dran bleiben

Projektverantwortliche
FB Kinder & Jugend, Jugendbüro, Evangelische Johannesgemeinde, Quartiersmanagement

Projektbeginn/-ende
2008/2010

Projektziel
Verbesserung des Übergangs von Grundschule in weiterführende Schule, Reduzierung der Zahl der Schulabgänger ohne Schulabschluss, Reduzierung der Schulabbrüche, Erhöhung der Quote höherer Schulabschlüsse, Verbesserung der Zugangschancen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt , Verringerung von delinquentem Verhalten Jugendlicher

Förderprogramm 
HEGISS-Innovationen

Projektbeschreibung
Kinder, die nach der Grundschule in die Haupt-, Real- und Förderschulen wechseln, bleiben nach dieser Umstellung zum Großteil sich selbst überlassen. Das Betreuungsangebot und die noch recht vertrauensvolle Beziehung der Schüler zum langjährigen Klassenlehrer enden hier. Nicht alle Kinder haben von Haus aus die Voraussetzungen, sich ab der 5. Klasse „alleine durchzuschlagen“ und benötigen Betreuung.

Das Projekt „Dran bleiben“, soll genau an diesem Punkt ansetzen. Die betreuenden Sozialpädagogen sollen das Gespräch mit den Grundschullehrern suchen und gemeinsam die Kinder identifizieren, die unterstützende Angebote benötigen. So soll präventiv verhindert werden, dass Kinder überfordert werden und irgendwann resignieren und zu Schulverweigerern werden.
Wie im Integrierten Handlungskonzept festgehalten, verlassen ca. 15 Prozent der Jugendlichen die allgemein bildenden Schulen ohne Abschluss, die Anzahl der höherwertigen Bildungsabschlüsse (Realschulabschluss, Fachhochschulreife, Abitur) ist im Fördergebiet unterdurchschnittlich. Die Quote der Kinder und Jugendlichen mit einem Migrationshintergrund liegt über dem Durchschnitt in der Stadt.

Durch eine nahtlose Betreuung und Förderangebote sollen die Bildungsabschlüsse verbessert, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss deutlich verringert werden. Dadurch sollen Phänomene, wie Schulverweigerung und Schulabbrüche frühzeitig präventiv angegangen und die beruflichen Perspektiven der Jugendlichen aus dem Quartier erhöht werden. Durch Freizeitmaßnahmen, Gruppenangebote, kreative und erlebnispädagogische Maßnahmen und Angebote zum Thema „soziales Lernen“ soll auf das Sozialverhalten der Jugendlichen Einfluss genommen werden. Dadurch wird auch eine Verbesserung des Zusammenlebens in der nachbarschaftlichen Gemeinschaft angestrebt.

Erste Gespräche mit den Schulleitungen der Grundschule und der weiterführenden Schule im Einzugsgebiet des Quartiers haben eine sehr positive Reaktion auf das Projekt ergeben. Auf einem Elterntag an der Grundschule wurde das Projekt bereits vorgestellt und Schüler geworben. Über Gespräche mit den Lehrern soll weiterhin verstärkt die Zielgruppe und die Bedarfe festgelegt werden.

Das Projekt wurde mit einem Sozialpädagogen und einer Sozialpädagogin (mit Migrationshintergrund) durchgeführt. Die Hausaufgabenhilfe fand jeden Montag bis Donnerstag von 14 bis 15:30 Uhr im Stadtteilzentrum statt. Täglich besuchten rund 20 Kinder dieses Angebot. In der Einzelförderung befanden sich 15 Kinder. Montags und mittwochs wurde im Anschluss der offene Kindertreff eingerichtet. Für Mädchen wurde ein extra Treff immer Donnerstagnachmittag etabliert. Von den über 40 angemeldeten Mädchen, finden sich ca. 20 Mädchen im Alter zwischen acht und 15 Jahren regelmäßig zusammen.

In Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Schulverweigerung wurde der Jugendtreff im Stadtteilzentrum im Jahr 2009 wieder ins Leben gerufen. Herr Dogan, Sozialpädagoge, betreut die rund 15 Jugendlichen sonntags von 18 bis 23 Uhr.

Der Bedarf an Hausaufgabenbetreuung im Quartier besteht weiterhin, leider konnte der begleitende Sozialpädagoge und die Sozialpädagogin nicht zur Verstetigung gehalten werden. Nach den Sommerferien 2011 konnte die Hausaufgabenbetreuung wieder ins Leben gerufen werden. Herr Dogan sowie ein Student für Lehramt mit Migrationshintergrund betreuen hauptamtlich die angemeldeten Kinder. Weitere Ehrenamtliche aus dem Quartier und ganz Neu-Isenburg leisten hierbei ihre Unterstützung, um weitere Plätze in der Hausaufgabenbetreuung schaffen zu können. Die Hausaufgabenbetreuung findet montags bis donnerstags von 14 bis 16 Uhr im Stadtteilzentrum statt. Das Angebot wird sehr gut angenommen, dass weitere ehrenamtliche Helfer/innen gesucht werden.

Der Mädchentreff findet weiterhin donnerstags mit einer Sozialpädagogin der Stadt Neu-Isenburg im Stadtteilzentrum statt. Herr Dogan führt ebenso den Jugendtreff sonntags im Stadtteilzentrum weiter.